Nette Toilette in Ennigerloh
Mit unserem Antrag vom 15. Februar 2026 hat die CDU-Fraktion angeregt, das Konzept der „Netten Toilette“ auch in Ennigerloh zu prüfen und möglichst umzusetzen.
Die Idee dahinter ist einfach: Gastronomiebetriebe und Geschäfte stellen ihre Toiletten während der Öffnungszeiten auch Nichtkunden zur Verfügung. Die Stadt unterstützt die teilnehmenden Betriebe dabei finanziell bei Reinigung und Unterhalt. So könnte insbesondere in der Innenstadt ein zusätzliches, gut erreichbares Toilettenangebot entstehen.
Die Stadtverwaltung hat unseren Antrag geprüft und insgesamt 100 potenziell geeignete Betriebe angeschrieben – darunter Gastronomiebetriebe, Cafés, Einzelhändler und Filialunternehmen.
Das Ergebnis ist allerdings ernüchternd:
Von diesen sieben Betrieben haben wiederum nicht alle die Voraussetzungen für ein verlässliches Angebot. Ein Betrieb hat beispielsweise nur eingeschränkte Öffnungszeiten, drei Betriebe ermöglichen bereits heute auch Nichtkunden die Toilettennutzung.
Damit reicht die derzeitige Beteiligung leider nicht aus, um ein flächendeckendes und verlässliches Netz von „Netten Toiletten“ in der Innenstadt aufzubauen.
Auch die von einigen Betrieben genannten Bedenken – beispielsweise hinsichtlich Vandalismus, zusätzlichem Reinigungs- und Kontrollaufwand sowie Fragen rund um Haftung und Verkehrssicherheit – konnten durch eine mögliche finanzielle Unterstützung nicht vollständig ausgeräumt werden.
Unser Ziel bleibt bestehen.
Auch wenn unser Antrag in der ursprünglich vorgesehenen Form zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht umgesetzt werden kann, halten wir das grundsätzliche Anliegen weiterhin für wichtig.
Gerade für ältere Menschen, Familien mit Kindern, Menschen mit Behinderungen oder Besucherinnen und Besucher der Innenstadt ist ein gut erreichbares Toilettenangebot ein wichtiger Bestandteil einer attraktiven Innenstadt.
Die Verwaltung weist darauf hin, dass es in Ennigerloh bereits öffentliche beziehungsweise öffentlich zugängliche Toiletten gibt. Dazu gehören unter anderem die barrierefreie Toilette am Marktplatz, die grundsätzlich von 6 bis 22 Uhr zugänglich ist, die Toilette im Rathaus während der Öffnungszeiten sowie Toiletten auf den Friedhöfen.
Hier sehen wir einen konkreten Ansatzpunkt: Die vorhandenen Möglichkeiten müssen besser sichtbar und leichter auffindbar sein. Eine einheitliche Beschilderung und eine bessere Information über die vorhandenen Toiletten können dazu beitragen, das bestehende Angebot stärker ins Bewusstsein zu rücken.
Für uns zeigt die Prüfung vor allem eines: Der Weg über die „Nette Toilette“ funktioniert unter den derzeitigen Bedingungen nicht.
Das bedeutet aber nicht, dass das Thema damit erledigt ist.
Unser Antrag ist heute vielleicht nicht umsetzbar – aber sein Ziel bleibt richtig: Wir wollen ein gutes, erreichbares und verlässliches Toilettenangebot in unserer Innenstadt.